Der Konsumwaren-Großhandel Anglo-Nordic führte zur Jahreswende 2009/2010 die Bestellsysteme von RELEX ein. Anglo-Nordic agiert in mehreren Produktbereichen, u. a. Multimedia, Werkzeuge und Bürobedarf. Zu den Kunden von Anglo-Nordic zählen internationale Markenunternehmen wie Nokia, TomTom, Head und Pentel.

RELEX wird zur Effizienzsteigerung in Lieferkettenmanagement und Bestellwesen eingesetzt. „Hauptziele der Systemeinführung waren die Senkung des Arbeitsaufwands für die Warenauffüllung durch Automatisierung von Routineaufgaben sowie die Senkung der Lagerbestände“, beschreibt Roger Sittnikow, Strategiemanager bei Anglo-Nordic.

Anglo-Nordic bietet das Bestellmanagement auch als Mehrwertleistung für seine Kundenketten. Ziel ist, Ressourcen freizusetzen, damit sich die Kunden auf den Verkauf konzentrieren können und in Folge bei allen Beteiligten eine Ergebnisverbesserung stattfindet. „Neben der eigenen Beschaffungsentwicklung streben wir nach Verbesserung des Kundenservices, indem wir unsere Händlerkunden dabei unterstützen, die Regalverfügbarkeit in ihren Verkaufsfilialen abzusichern. Hauptziele des Projektes waren die Senkung des Arbeitsaufwandes für die Verwaltung von Bestellparametern im Bestelldienst und die Erhöhung des Automatisierungsgrads und der Systemfähigkeit des Prozesses“, meint Roger Sittnikow.

Eine der zentralen Herausforderungen der Systemeinführung war die gleichzeitige Durchführung der technischen und funktionalen Änderungen. Während des Projekts fand für SAP ein Versionswechsel statt, RELEX und SAP sowie mehrere Filialen-Datensysteme wurden integriert und das alte Tool für die Warenauffüllung wurde ersetzt.

Die Integration von RELEX und SAP verlief planmäßig und das Projekt konnte zeitplan- und budgetgerecht durchgeführt werden. Roger fasst die Systemeinführung zusammen: „Die Inbetriebnahme des Systems verlief ausgesprochen problemlos und schnell. Budget und Zeitplan konnten eingehalten werden, was bei IT-Projekten eher eine Seltenheit ist.“

Die Erweiterung der Bestellung verlief phasenweise und ein Teil der Produktgruppen wird bereits vollständig über RELEX bestellt. Bei diesen Produktgruppen konnte der Umschlag um mehrere Prozente erhöht und die Verfügbarkeit gleichzeitig auf gutem Niveau gehalten werden. Neben der produktspezifischen Bestellkalkulation hat auch die Optimierung der Gesamtbeschaffungen je Lieferant hohen Nutzen gebracht. Roger erläutert: „So müssen wir zum Beispiel von einem Lieferanten immer volle Container bestellen. Mit Hilfe der Containeroptimierung von RELEX werden für die jeweilige Kaufpartie verschiedene Produkte im richtigen Verhältnis zusammengestellt. Früher wurde mehr Zeit für die Kalkulation der Mengen pro Container aufgewendet und das Ergebnis war ungenauer.“

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass der Prozess durch die Inbetriebnahme des neuen Systems noch nicht vollendet wird. Entwicklung, Inbetriebnahme und Annahme neuer, intelligenter Handlungsmodelle setzen nicht nur einmalige Anstrengungen voraus, sondern ständige Entwicklung. Roger Anglolta konstatiert, dass die Nutzung von RELEX erweitert werden soll, da das System schnell und problemlos funktioniert. „Schon bevor sämtliche Feinheiten des Tools voll ausgeschöpft werden konnten, konnte ein erheblicher Nutzen erzielt werden. RELEX weist ein ausgezeichnetes Entwicklungstempo auf und die Realisierung von kundenspezifischen Bedürfnissen erfolgt problemlos.“

In der ständigen Entwicklung sind Flexibilität und Agilität von System und Partner von wesentlicher Bedeutung. „RELEX kann problemlos in Betrieb genommen werden und für eventuelle Erweiterungen stehen genügend Tools zur Verfügung“, bestätigt Roger. „Die Vielseitigkeit des Systems zeigt sich auch im Bedienerfeedback – je mehr Personen das System nutzen, desto zufriedener sind die Meinungen.“