Zwei schwedische Absolventen haben den diesjährigen RELEX Award für die beste Masterarbeit im Bereich Supply Chain gewonnen. Richard Lämsä und Sebastian Mattsson von der Lund University in Südschweden beeindruckten die Jury mit ihrer Arbeit „Investigation of buying in retail companies – Understanding the effects of a central warehouse“.

Lämsäs und Mattssons Studie zeichnet sich durch saubere Methodologie aus und stützt sich auf ein solides Fundament von Fallstudien. Ziel der Arbeit ist ein klares Modell der Effekte, welche der Wechsel zum zentralisierten Einkauf auf Unternehmen und deren Prozesse, Struktur, Dynamik und Mitarbeiterfähigkeiten hat. „Wir fanden dieses Thema besonders aktuell“, berichtet Jurymitglied Jouni Kauremaa, „da derzeit viele Unternehmen ihre Einkaufsprozesse zentralisieren, um das Beste aus den neuesten Supply Chain-Technologien herauszuholen.“

„Wir sind sehr stolz, den RELEX Supply Chain Award gewonnen zu haben“, so Lämsä und Mattsson. „Und wir sind besonders dankbar, dass es spezielle Preise wie diesen für den Forschungsnachwuchs im Bereich Supply Chain Management gibt.“

Lämsä und Mattsson werden ihre Studie beim RELEX Seminar in Stockholm am 22. April präsentieren.

Die Jury vergab auch eine „Honourable Mention” an Tim Van Pelt von der Eindhoven University of Technology für seine Arbeit mit dem Titel „Multi-echelon inventory Management at Sligro Food Group N.V.”. Juroren lobten sie als „praxisnahe, gut recherchierte Arbeit, die sich auf solide, überprüfte Annahmen stützt und deren nachweisbare Ergebnisse anderen Unternehmen nutzen könnten.“

RELEX’ Geschäftsführer Mikko Kärkkäinen war beeindruckt von der Qualität der Abschlussarbeiten, die von Universitäten in ganz Europa eingereicht wurden. „Noch vor zehn Jahren waren wir das: junge Wissenschaftler an Universitäten, die sich dafür begeistern, Supply Chain-Probleme zu lösen“, so Kärkkäinen. „Und bei RELEX sind wir nach wie vor Forscher – wir hören nie auf, an neuen Lösungen zu arbeiten.“

„Tims Arbeit ist für jeden hier bei RELEX besonders interessant, da wir europaweit Kunden im Lebensmittelgroßhandel gewonnen haben. Und unsere Siegerstudie zielt genau auf den Kern aktueller Herausforderungen im Supply Chain Management ab. Zentrallager werden wichtiger denn je, aber die Umstellung führt oftmals zu Problemen für die Mitarbeiter und die Unternehmensstruktur. Diesen Sachverhalt haben Richard und Sebastian systematisch ergründet.“