2017 erlebte die Lebensmittelbranche eine Konvergenz der Online- und Offline-Kanäle. Gleichzeitig beschleunigten Lebensmittelhändler ihre Produkteinführungen, brachten mehr Transparenz in ihre Supply-Chains und stellten das Einkaufserlebnis über den Preis. Der Lebensmittelsektor hat sich im letzten Jahr stark entwickelt und Einzelhändler suchten aktiv nach neuen Wegen, mit diesen Veränderungen Schritt zu halten.

Viele der Trends aus 2017 werden sich 2018 fortsetzen – hinzu kommen neue Herausforderungen und Chancen. Dies sind die fünf interessantesten Trends im Lebensmitteleinzelhandel 2018:

1. Preiskampf

2017 kaufte Amazon die US-Biosupermarktkette Whole Foods und die Discounter Lidl und Aldi traten in den amerikanischen Markt ein. Die Aussage ist deutlich: Um mit dem Wettbewerb mitzuhalten, müssen Lebensmittelhändler neue Wege abseits der Preisgestaltung finden, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen. Das erfordert harte Arbeit bei der Neugestaltung von Prozessen. Es braucht mehr Druck, Handelsoperationen zu optimieren und so Kosten zu senken. Wie genau man den Preiskampf durch erfolgreiche Supply-Chain-Planung gewinnen kann, erfahren Sie in diesem Blogpost (in Englisch).

2. Ecommerce

Wir erleben eine Welle von neuen Angeboten: Etablierte Unternehmen verkaufen Food-to-go, Online-Händler liefern Lebensmittel direkt zum Kunden nach Hause und Start-ups (wie Hello Fresh oder Foodora) bieten Lieferdienste für Restaurantessen oder Kochboxen-Abonnements an. Der amerikanische Onlinehandel mit Lebensmitteln soll 2018 boomen – der etablierte stationäre Handel gerät dadurch unter Druck, ebenfalls online aufzutreten. Amazon Whole Foods hat das Potential, eine weitgreifende Innovation im Online-Lebensmittelhandel anzutreiben: Insbesondere da bereits 30 Prozent der Amerikaner Lebensmittel online einkaufen.

Die Herausforderungen im Online-Lebensmittelhandel liegen in der komplexen Natur der Supply-Chain für Frischwaren sowie im Aufbau eines profitablen Geschäftsmodells. Mehr zu diesen Themen lesen Sie in unserem Whitepaper.

3. Frischeprodukte

Traditionelle Lebensmittelhändler werden sich mit den Präferenzen der Konsumenten weiterentwickeln müssen. Diese gehen weg von Fertiggerichten, Tiefkühl- und verarbeiteten Lebensmitteln, hin zu gesünderen, frischen Alternativen.

Viele Unternehmen in der Lebensmittelbranche betrachten das Management von Frischwaren als viel zu komplex, um es einer herkömmlichen Planungssoftware für den Einzelhandel zu überlassen. Ihre Bestellprozesse sind daher weiterhin kaum automatisiert oder noch komplett manuell. Lebensmittelhändler werden herausfinden müssen, wie sie leicht verderbliche Ware in der wachsenden E-Commerce-Landschaft verkaufen, ohne hohe Supply-Chain-Kosten zu erzeugen.

Unser E-Book über die Disposition von Frischwaren gibt Ihnen Einblicke in wertvolle Erfahrungen, mit denen Lebensmittelhändler Frischeprodukte präzise prognostizieren und automatisch disponieren können.

4. Einbeziehung von Wettervorhersagen in die Planung

Das Wetter verändert Konsumverhalten signifikant. Aufgrund des Peitscheneffekts (in Englisch) kann es außerdem unnötig hohe Fluktuationen auf der Supply-Chain-Seite verursachen.

Da extremes Wetter verstärkt auftritt, müssen Sie als Lebensmittelhändler Ihren Fokus darauf richten, Wetterdaten in die Prognostizierung und Planung miteinzubeziehen. Nur so stellen Sie sicher, dass unverzichtbare Produkte zum richtigen Zeitpunkt verfügbar sind. Das verschafft Ihnen bei ungewöhnlichen Wetterlagen einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil.

5. Flächenbewusste Lieferkettenplanung

Optimierte Filialflächen sorgen für signifikante Ersparnisse und steigern die Effizienz in den Filialen.

Die Planung von Filialflächen basierend auf Wochendurchschnitten ist veraltet. Stattdessen profitieren Supply-Chains im Einzelhandel von optimierten Regalflächen, die sowohl die tägliche Nachfrage als auch Dispositionszyklen von Lieferanten und Lägern berücksichtigen. Die Vorteile: Lieferungen direkt in das Regal und weniger Platzbedarf im Filiallager.

Es ist wichtiger denn je für Lebensmittelhändler, neue Methoden und Trends im Blick zu behalten, die die Branche transformieren. Man muss sich vom Wettbewerb abheben. Um Kundenbedürfnisse auch 2018 zu erfüllen, müssen Einzelhändler also Veränderungen wagen und neue Geschäftsfelder erschließen.

Ihr Kontakt vor Ort

Michael Hoffmann

Michael Hoffmann

Business Development Manager

Phone+49 172 566 1092

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