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Bestandskontrolle auf Losgrößenebene und simulierter Verderb von Frischwaren

Tuko Logistics ist ein finnischer Lebensmittelgroßhändler und Supply-Chain-Dienstleister, der Einkaufs- und Logistikservices für Einzelhändler anbietet. Insgesamt bedient Tuko über 1.000 Verkaufsstellen und ungefähr 4.500 Hotel-, Restaurant- und Gastronomiekunden. Im Jahr 2012 suchte Tuko nach Möglichkeiten, die Disposition von Produkten mit den kürzesten Haltbarkeitszeiten im Zentrallager zu verbessern. Tukos Ziel war es, seinen Kunden frischere Waren anzubieten und den Verderb konsequent im Griff zu halten – beides durch bessere Nutzung der Informationen über Mindesthaltbarkeitsdaten in einem schon automatisierten Dispositionsprozess.

Der ursprüngliche Prozess der Frischwarendisposition erforderte die Erfassung und Überwachung von Lagerbeständen, Haltbarkeitsdaten und anderen dispositionsrelevanten Informationen in verschiedenen Systemen. Diese Informationen zu kombinieren und daraus Schlüsse für die tägliche Dispositionsarbeit zu ziehen war langwierig und arbeitsintensiv, da hunderte verschiedener Frischwarengruppen im Bereich des Zentrallagers aufgefüllt werden. Des Weiteren war man bei Tuko besorgt, in diesem Prozess wichtige Details zu übersehen.

Die von RELEX gemeinsam mit dem Tuko-Dispositionsteam implementierte Lösung nutzt die Möglichkeit zur Bestandskontrolle auf Losgrößenebene: Die Bestandsinformationen auf Losgrößenebene sind in Echtzeit über das Tuko-Lagerverwaltungssystem verfügbar und wurden in die RELEX-Disposition integriert. Zusätzlich wurden die Mindesthaltbarkeitsdaten der Bestelllose von einem anderen Back-End-System in RELEX importiert, was den RELEX-Berechnungsroutinen zusätzliche Schlagkraft verlieh und es ermöglichte, die Lebenszyklen aller einzelnen Bestelllose in die Dispositionskalkulationen miteinzubeziehen. Auf diese Weise prognostiziert RELEX den Verderb der Bestelllose durch Simulationen – und darüber hinaus löst der simulierte Verderb zusätzliche Nachbestellungen aus, noch bevor sich der eigentliche Bedarf zeigt.

Sobald der neue Prozess im Produktiveinsatz war, reduzierte sich der Arbeitsaufwand der Disposition sowie der Frischwarenkontrollen drastisch. Zugleich konnte die Verfügbarkeit der kurzlebigen Produkte verbessert werden, während die Verderbrate unter Kontrolle gebracht wurde. Von diesem Prozess auf Losgrößenebene profitieren nicht nur Tukos internes Umsatzmanagement im Zentrallager, sondern auch Tukos Zulieferer, da zuverlässigere – frischere – Nachfragedaten mit der vorgelagerten Lieferkette geteilt werden können.

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