Führende Universitäten der Logistikforschung, die Aalto Universität Helsinki und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW, haben gemeinsam mit RELEX die Entwicklung der Nachschubprozesse im Einzelhandel untersucht. Die Studien weisen darauf hin, dass automatisierte Dispositionssysteme in den letzten vier Jahre gebräuchlicher geworden sind, und dass dieser Trend sich fortsetzt.

Die Studie der Aalto Universität konzentriert sich auf Einzelhandelsfirmen in Schweden, Norwegen und Dänemark. Von den 61 interviewten Unternehmen haben 42 % die Verantwortlichkeit für Disposition zentralisiert. Die Studie ist ein Follow-up einer ähnlichen nordischen Umfrage, die im Jahr 2007 durchgeführt geworden ist. Es kann unterstrichen werden, dass automatische Systeme zur Auffüllbestellung offenbar üblicher geworden sind: im Jahr 2007 verwendeten nur 20 % der Firmen automatische Systeme, aber jetzt im Jahr 2011 ist die Zahl 51 Prozent.

Die Studie von der Zürcher ZHAW richtet sich auf die Einzelhändler in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz. 53 Firmen haben in Interviews teilgenommen und 47% sagten, dass sie die Nachschubbestellungen zentralisiert haben. Im Grossen und Ganzen nutzt man in Mitteleuropa etwas stärker die Möglichkeiten der zentralisierten Systeme als in den nordischen Ländern, wenn man bei der Prozentzahl denkt.

Forschung von RELEX und den führenden Universitäten weist darauf hin, dass Firmen ähnliche Herausforderungen mit der Disposition in verschiedenen Ländern antreffen. Zum Beispiel sind die Nachschubbestellung bei Verkaufsaktionen und mit Neuheiten extrem schwierig entsprechend beiden der Studien. Die Richtung ist jedoch zu automatischen Systemen in Europa. In beiden der Studien hat sich herausgestellt, dass Firmen mit automatischen Systemen mehr zufrieden mit Ihrer aktuelle Disposition sind als Firmen mit großer manueller Intervention.

Basierend auf den Resultaten von der topaktuellen Forschung glaubt RELEX, dass wachstumsorientierte Firmen im Norden und in Mitteleuropa weitergehend zentralisierte und automatische Dispositionssysteme in der Zukunft umsetzen.