Touchless Planning ist ein entscheidendes Muss, keine mögliche Option

In der heutigen Produktionslandschaft sind schwankende Nachfragehöhen, ein steigender Betriebsdruck, komplexe globale Handelsdynamiken und ein anhaltender Fachkräftemangel schwierige Faktoren, denen traditionelle Planungsansätze nicht mehr gerecht werden.

Veraltete Planungssysteme, die auf statischen Annahmen beruhen und in hohem Maße manuelle Arbeiten involvieren, sind den Herausforderungen der modernen Supply-Chain-Planung kaum noch gewachsen. Der Schritt hin zu einer intelligenten Automatisierung ist nicht mehr nur ein strategischer Vorteil, sondern bald schon betriebliche Notwendigkeit.

Und hier kommt Touchless Planning ins Spiel.

Was bedeutet „Touchless Planning“?

Im Grunde genommen handelt es sich bei Touchless Planning um eine Form der intelligenten Automatisierung, bei der der Mensch nur eingreift, wenn dabei ein Mehrwert entsteht. Damit Planende bei Tausenden von Artikeln oder Hunderten von Produktionslinien keine Routineanpassungen mehr vornehmen müssen, bedient sich Touchless Planning künstlicher Intelligenz. So wird der Großteil der Planungsentscheidungen bewältigt, und Fachkräfte können sich auf strategische Ausnahmen und wertschöpfende Aktivitäten konzentrieren.

Touchless Planning ist kein Luxus und auch kein futuristisches Konzept – sie ist ein Muss für moderne Produktionsunternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben sollen.

Der RELEX-Ansatz zu Touchless Planning konzentriert sich auf „goldene Touches“, bei denen menschliche Eingriffe präzise und zielgerichtet sind und einen Mehrwert schaffen. Durch die Kombination aus bewährter, KI-gestützter Bedarfsplanung und Demand Sensing sowie robusten Supply-Chain-Planungsfunktionen können Sie als Hersteller mit RELEX ein bisher nicht gekanntes Maß an Planungseffizienz und -genauigkeit erreichen.

Die Ist-Situation: Planungsherausforderungen für Hersteller

In der heutigen Landschaft sehen sich Hersteller mit zahlreichen Planungsherausforderungen konfrontiert, die Ineffizienzen verursachen, wertvolle Ressourcen verschwenden und sich letztendlich auf das Endergebnis auswirken.

Manuelle Übersteuerungen und Planungsermüdung

Herkömmliche Planungslösungen bieten keine ausreichende Detailgenauigkeit (z. B. SKU- oder Planungshorizont-Ebenen) in der erforderlichen Geschwindigkeit. Ein ständig erforderliches menschliches Eingreifen verschlingt nicht nur wertvolle Zeit, sondern führt auch zum Burnout von Planungsexperten.

Die mit Anpassungen von Routineabläufen überforderten Planenden verlieren den strategischen Überblick und erbringen weniger wertige Planungsentscheidungen.

Entkoppelte Altsysteme und Betriebssilos

Abteilungsspezifische Tools, die nicht effektiv miteinander kommunizieren, führen zu Datensilos und somit bald auch zu widersprüchlichen Planungsstrategien. Das Ergebnis ist schlechte Zusammenarbeit, ein doppeltes Arbeitspensum und suboptimale Pläne, die funktionsübergreifende Verknüpfungen nicht berücksichtigen.

Ein Produktionsplan, der nicht mit den Bedarfsprognosen oder Bestandsstrategien übereinstimmt, führt unweigerlich zu Über- oder Fehlbeständen – beides kostspielige Faktoren für den Hersteller. Derartige Unterbrechungen zwingen Planende, öfter einzugreifen, was nicht nur aufwändig ist, sondern auch das Vertrauen in das System mindert.

Eine manuelle, unzusammenhängende Planung verursacht drei Hauptprobleme

Solche Planungsherausforderungen führen zu greifbaren Geschäftsproblemen, die sich auf die Wettbewerbsposition und die Rentabilität des Herstellers auswirken.

1. Operative Ineffizienz und höhere Kosten

Ungenaue Prognosen, ineffiziente Produktionspläne oder Lagerbestands, die nicht an die Nachfrage angepasst sind, verursachen unnötige Kosten: Expressversand, Überstunden, überhöhte Lagerhaltungskosten oder Umsatzeinbußen aufgrund von Fehlbeständen. In Branchen mit geringen Gewinnspannen entscheiden Ineffizienzen aufgrund von manuellen Eingriffen und Planungssilos über Plus und Minus.

2. Planungsfluktuation und Wissensverlust

Wenn Planungsarbeiten hauptsächlich aus monotonen, sich ständig wiederholenden Aufgaben bestehen, leidet die Arbeitszufriedenheit und steigt die Mitarbeiterfluktuation. Scheidet eine erfahrene Planungsfachkraft aus, geht wertvolles Betriebswissen verloren – Wissen, das sich eine Person oft im Laufe der Zeit im Rahmen komplexer Betriebsabläufe angeeignet hat. Unternehmen brauchen Systeme, die aus früheren Entscheidungen lernen, Betriebswissen festhalten und dafür sorgen, dass sich qualifizierte Planende auf strategische Entscheidungen konzentrieren, statt sich mit banalen Aufgaben zu befassen.

3. Unfähigkeit, sich an veränderliche Märkte anzupassen und zu skalieren

Manuelle Planungsprozesse können mit dem rasanten Wandel auf dem turbulenten Markt von heute nicht Schritt halten. Ergo reagieren Hersteller entweder zu langsam oder treffen übereilte Entscheidungen ohne angemessene Analysen. Ohne fortschrittliche Planungskapazitäten müssen Hersteller die Zahl ihrer Planungsfachkräfte proportional ausbauen – kostspielig und für den langfristigen Erfolg nicht tragbar.

Touchless Planning: Wichtigste Funktionen und Ergebnisse aus der Praxis

Eine wirksame Touchless Planning wird nicht durch eine einzige Technologie oder einen einzigen Ansatz erreicht, sondern erfordert mehrere integrierte, zusammenarbeitende Funktionen. RELEX bietet seinen Kunden eine einheitliche, KI-gestützte Plattform, die diese wichtigen Touchless-Planning-Funktionen bereitstellt.

Abb. 1: Touchless Planning braucht KI-gestützte Lösungen, um Genauigkeit, Skalierbarkeit und eine funktionsübergreifende Integration zu gewährleisten und damit übermäßige manuelle Eingriffe zu vermeiden.

Die KI-gestützte Automatisierung bildet die Grundlage von Touchless Planning und übernimmt komplexe und aufwändige Tätigkeiten in der Nachfrage- und Angebotsplanung. Das erlaubt die großflächige Planung mit minimalem manuellem Aufwand, während sich die Mitarbeitenden auf ausnahmebasierte Workflows konzentrieren.

Funktionsübergreifende Abstimmung und vereinheitlichte Daten fördern Effizienz und Geschwindigkeit

Vereinheitlichte Daten und Planungstools beseitigen Silos: Sie integrieren die Nachfrage- und Angebotsplanung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg in eine einzige kollaborative Plattform mit intuitiven Dashboards. Diese Integration ist die Antwort auf eine der größten Herausforderungen, denen Hersteller heute gegenüberstehen.

50 % der CPG-Unternehmen geben an, dass die größte Herausforderung bei der End-to-End-Planung und -Ausführung darin besteht, die Planungsdaten mit den tatsächlichen Gegebenheiten in Einklang zu bringen.

Abb. 2: Viele Unternehmen hatten Schwierigkeiten, Daten in nahezu Echtzeit zu pflegen und unternehmensweit zu nutzen, was in einer unzureichend abgestimmten End-to-End-Planung und -Ausführung resultierte.

Eine End-to-End-Plattform wie die RELEX-Lösung ist für Hersteller unerlässlich. RELEX führt sämtliche Planungsfunktionen auf einer einheitlichen Plattform zusammen, verknüpft sie mit einem gemeinsam genutzten Echtzeitdatenpool und stattet die Teams mit KI-gestützten Funktionen aus, die Bedarfssignale schnell auswerten, optimale Reaktionen berechnen und sich kontinuierlich an Veränderungen anpassen.

Abb. 3: Die RELEX-Lösung mit ihrer End-to-End-Suite an Planungslösungen bietet die Möglichkeit, die Supply Chain in jeder Phase zu verbessern und zu optimieren.

Dank dieses Ansatzes lassen sich Daten auch mit externen Partnern wie Lieferanten und Einzelhändlern austauschen. Die einheitliche Planung ermöglicht echte Lieferantenzusammenarbeit – einen strategischen Prozess, bei dem Einzelhändler und Lieferanten Informationen austauschen, um die Abläufe beider Seiten zu optimieren. Im Mittelpunkt stehen Bedarfsprognosen, Lagerbestands und POS-Daten (Point of Sale).

Wenn alle Akteure eine gemeinsame Informationsquelle nutzen – und widersprüchliche Quellen vermieden werden –, lassen sich negative Auswirkungen und Fehler verhindern, die aus Kommunikationslücken zwischen internen und externen Beteiligten entstehen. Eine einzige Lösung von der operativen Tagesplanung bis zur langfristigen strategischen Planung gewährleistet nahtlose Synchronisierung über alle Zeithorizonte hinweg.

RELEX bietet eine skalierbare, proprietäre In-Memory-Datenbanktechnologie (spaltenbasiert), über die sich einfach durch Millionen von Datenpunkten navigieren und schnelle Berechnungen über zahlreiche Supply-Chain-Knoten-Kombinationen – wie Produkt-Regal, Filiale-Distributionszentrum oder Produkt-Lieferant-Transport-Werk – durchführen lassen.

RELEX-Kunden: Ametller Origen Group

Die Ametller Origen Group mit Sitz in Katalonien ist der führende regionale Anbieter für frische Lebensmittel und hochwertige Verarbeitungsprodukte.

Die Prognosen von Ametller Origen werden wöchentlich mit den Lieferanten und der Landwirtschaftsabteilung abgestimmt, um auf Kundennachfragen umgehend reagieren zu können. Das Unternehmen kann die Kommissionier- und Versandressourcen in den Lagern optimieren, wodurch die Verfügbarkeit verbessert und die Abfall- und Verderbrate reduziert wird.

„RELEX als unsere Quelle zur Bedarfsprognose hilft uns, unsere Prozesse innerhalb der Supply Chain im größtmöglichen Rahmen zu optimieren. Jeder Schritt unserer Supply Chain wurde verbessert – von unseren Lieferanten und landwirtschaftlichen Verfahren bis zum letzten Abschnitt der Kette, nämlich dem, wenn der Kunde das Produkt mit nach Hause nimmt, um es zu genießen. Die durchgängige Optimierung der Supply Chain ist der entscheidende Vorteil von RELEX.“ – José Ramón Franco, Ametller Origen

RELEX-Kunden: Vita Coco

Das Unternehmen Vita Coco ist heute die weltweit größte Marke für Kokos- und Pflanzenwasser mit Niederlassungen in 31 Ländern und einem Jahresumsatz von 428 Mio. USD (2022). Die Synchronisierung einer Supply Chain mit 15 Werken (Tendenz steigend) und über 20 Marktlagern auf mehreren Kontinenten stellt eine erhebliche Herausforderung dar.

„Den richtigen Anbieter zu finden war der entscheidende Schritt. Wir benötigten eine integrierte Planungslösung, die in der Lage ist, unsere gesamte Supply Chain zu modellieren und zu optimieren. Bei so vielen Knotenpunkten, Einschränkungen und alternativen Lieferstrecken kann die Rentabilität nur durch den Einsatz einer wirklich leistungsstarken Optimierungstechnologie maximiert werden. Und genau das bietet RELEX.“ – Jonathan Burth, COO, Vita Coco

„RELEX hat uns geholfen, Millionen von Dollar an Warenwert freizusetzen, vor allem dank einer besseren Einkaufs- und Verteilungsplanung. Eine verbesserte taktische und strategische Entscheidungsfindung dürfte zu weitaus größeren Einsparungen führen.“ – Jonathan Burth, COO, Vita Coco

RELEX-Kunden: Atria Finnland

Atria Finnland, ein marktführendes Unternehmen in der Fleischindustrie und seit 2013 RELEX-Kunde, hat den Einsatz des Systems 2022 ausgedehnt, um die Zusammenarbeit mit den Einzelhandelspartnern zu verbessern. Um die Haltbarkeit zu steigern und den Verderb zu minimieren, ersetzte das Unternehmen sein bisheriges Bestellsystem und integrierte Einzelhandelsdaten für die Bedarfsprognose.

Minimani verzeichnete bei der Verfügbarkeit von Atria-Produkten einen Anstieg von 3 Prozentpunkten. Diese Produkte werden jetzt kurz vor Beginn einer Kampagne frisch geliefert.

„Mit RELEX sind wir durch die transparenten Prognosen unserer Einzelhändler wirklich am Puls der Endkundennachfrage. Dadurch, dass wir die kurzfristige Nachfrageenderung fast in Echtzeit angezeigt bekommen, haben wir mehr Vorlaufzeit, um Anpassungen vorzunehmen und unsere Produktion entsprechend zu steuern.“ – Mikko Soinio, Planungsleitung, Atria Finnland

KI bringt Planungsgenauigkeit und Agilität auf ein neues Niveau

Eine ML-basierte Bedarfsplanung und Demand Sensing ermöglichen genaue Prognosen bei minimalem manuellem Eingriff. Durch den Einsatz von Machine-Learning-Algorithmen, die aus Mustern und Beziehungen von Verlaufsdaten kontinuierlich lernen, können Hersteller eine Prognosegenauigkeit erreichen, die mit herkömmlichen statistischen Methoden allein unmöglich wäre.

Abb. 4: Bedarfsmanagement, Planung, Prognose und Demand Sensing sind Teil einer miteinander verknüpften Prozess- und Entscheidungshierarchie.

Die Bedarfsplanung hat sich von der einfachen Prognose zur hochentwickelten, technologiegestützten Führungsposition entwickelt. Über die Jahrzehnte haben sich Bedarfsplanende von „gebildeten Ratenden“ in isolierten Umgebungen zu Datenwissenschaftlern und Business-Insights-Experten entwickelt, die technische Prognosen in Geschäftsempfehlungen umsetzen.

Demand Sensing erlaubt dem System, Echtzeitsignale einzubeziehen und die kurzfristige Prognosegenauigkeit zu verbessern. Der Vorteil von auf Demand Sensing und Machine Learning basierenden Prognoselösungen gegenüber manuellen, herkömmlichen Ansätzen liegt darin, große Datenmengen aus einer Vielzahl von Quellen – einschließlich externer und POS-Einzelhandelsdaten – schnell und präzise zu verarbeiten.

Das auf Schnelligkeit ausgelegte Demand Sensing integriert im Handumdrehen Daten und kann dadurch rasch auf Marktveränderungen reagieren. Das ist ein echter Vorteil für die kurzfristige Bedarfsplanung und entscheidend für FMCG-Unternehmen (schnelldrehende Konsumgüter).

Abb. 5: Demand Sensing analysiert aktuelle Informationen aus der gesamten Supply Chain schnell und kann damit die Planung genauer abstimmen, während herkömmliche Prognosen auf Grundlage von Verlaufsdaten zur ineffizienten Bestandsverwaltung führen.

Ständige Datenaktualisierungen und automatische Anpassungen verhindern, dass man strikt an veralteten Prognosen festhalt; Machine Learning verbessert die Leistung zudem kontinuierlich. Die Demand-Sensing-Software berücksichtigt auch Faktoren wie aktuelle Trends, Entscheidungen von Einzelhändlern, POS-Daten, Marktbedingungen und sogar externe Ereignisse wie Wetterverschlechterungen.

RELEX-Kunden: Blount Fine Foods

Blount Fine Foods implementierte in seinen sieben Distributionszentren und Produktionsbetrieben RELEX-Lösungen zur Bedarfsplanung und Supply-Chain-Optimierung. Dank der KI-gestützten Lösungen konnte Blount die Nachfrage prognostizieren, das Angebot planen und die Bestände und die Produktion entsprechend der Komplexität und den Einschränkungen der besonderen Produktionsumgebung optimieren.

  • Jährliche Steigerung der Produktionsmasse um 5 %, Rationalisierung der Abläufe und Steigerung der Produktion bei unveränderter Kapazität.
  • 35 % weniger Abfälle bei Fertigwaren, was zu erheblichen Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeitsvorteilen führte.
  • Verringerung der Prognosefehler um 50 % innerhalb von zwei Jahren, genauere Bedarfsplanung und Produktionsanpassung an den tatsächlichen Bedarf.

„Zu sehen, wie sich eine veränderte Absatzprognose oder Produktionskapazität über einen längeren Zeitraum auf das Servicelevel-Potenzial auswirken, hat uns geholfen, rechtzeitig Strategien zu entwickeln, bevor die Situation eintritt.“ – Jonathan Wells, Leitender Direktor im Nachfragemanagement, Blount Fine Foods

RELEX-Kunden: Norgesmøllene

Norgesmøllene, ein norwegischer Lebensmittelhersteller, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1866 zurückreichen, hat eine ehrgeizige Modernisierung seiner gesamten Supply-Chain-Planungsinfrastruktur in Angriff genommen und sich dabei aufgrund der soliden Kapazitäten und Branchenkenntnisse für RELEX entschieden.

  • Wöchentliche, präzise 18-Monats-Prognosen für alle Geschäftsbereiche.
  • Deutlich verbesserte Nachfragetransparenz durch automatische Algorithmenauswahl.
  • Optimierter S&OP-Prozess (Vertriebs- und Operationsplanung) mit verbesserter abteilungsübergreifender Zusammenarbeit.

Neben den positiven Zahlen hat das neue System auch den abteilungsübergreifenden Austausch verbessert und den S&OP-Prozess gestrafft. Für ein Unternehmen mit über 150-jähriger Geschichte bedeutet dieser technologische Sprung nach vorn, dass es auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben kann.

Die automatisierte Produktionsplanung und -optimierung gleicht Bedarfsprognosen und Angebotsbeschränkungen aus und setzt sie in ausführbare Pläne um, die auf strategische Unternehmensziele abgestimmt sind – ob Produktion, Einkauf, Verteilung oder Bestandsplanung.

Wir von RELEX helfen unseren Kunden mit folgenden Funktionen, realistische und realisierbare Pläne zu erstellen:

  • Umfassende Einschränkungsmodelle wie die Modellierung inverser Stücklisten für bestimmte Branchen, um Produktionspläne tagesgenau anzupassen.
  • Eine stark integrierte Produktionsplanungslösung, die den Produktionsplan in Stunden und Minuten zerlegt und ihn damit noch reibungsloser ausführbar macht.

RELEX-Kunden: Tegel Foods

Tegel Foods nutzt RELEX, um Bedarfsprognosen und wöchentliche Produktionspläne für das gesamte Unternehmen zu erstellen. Jede Produktionsstätte behält die Kontrolle über die eigene Produktionsplanung, wodurch sich ein besserer Überblick über die detaillierten täglichen Abläufe vor Ort ergibt, die gleichzeitig mit den unternehmensweiten Zielen und Prozessen in Einklang gebracht werden.

„RELEX ist ein Tool, mit dem wir unseren Betrieb besser führen können. Wenn man kontinuierlich bessere Geschäftsentscheidungen trifft, regelt sich der finanzielle Aspekt ganz von selbst. In unserem Fall war es definitiv so.“ – Arijit Saha, Geschäftsführer Supply Chain, Tegel

RELEX-Kunden: Finsbury Food Group

Die Finsbury Food Group, einer der führenden britischen Hersteller für Spezialbackwaren, wollte ihre einzelnen Produktionswerke mit unterschiedlich hohem Automatisierungsgrad und zeitkritischen Prozessen optimieren. Finsbury entschied sich für die einheitliche Planungslösung von RELEX und erzielte damit beeindruckende Ergebnisse.

  • Verringerung des Nettoumlaufvermögens um 1,6 Mio. GBP durch smartere Einkaufsprozesse.
  • Produktivitätsverdoppelung im Planungsteam bei minimaler Personalaufstockung.
  • 5 % Verbesserung des Servicelevels im Vergleich zum Vorjahr.

Die Planungsteams arbeiten jetzt doppelt so effizient und bewältigen mit nur einem zusätzlichen Teammitglied das zweifache Arbeitspensum. Echtzeit-Einblicke konnten die Zusammenarbeit zwischen Bedarfs- und Angebotsplanenden verbessern, während ausgebaute Szenarioplanungsfunktionen verfügbare Kapazitäten nutzen und den Einsatz von Betriebskapital optimieren.

Agilität, Konfigurierbarkeit und KI-gestützte Diagnose

Die gute Konfigurierbarkeit und geschlossene Betriebsabläufe lassen das Planungssystem kontinuierlich lernen und Anpassungen vornehmen. Hersteller können auch unter veränderlichen Marktbedingungen präzise planen, da sich Machine Learning dynamisch an die veränderten Bedingungen in der Nachfrage- und Bestandsplanung anpasst.

RELEX verfügt über eine integrierte Business Rules Engine (BRE), mit der sich die Lösung konfigurieren und an geschäftsspezifische Anforderungen und Prozesse anpassen lässt und mit der Dashboards schnell und ohne kostspielige Anpassungsprojekte erstellt und geändert werden können. Der Ansatz „Konfigurieren statt programmieren“ besagt, dass man Prozesse automatisiert und Entscheidungen trifft, indem man Regeln festlegt oder auswählt, die mit dem Unternehmen mitwachsen können.

Bei der proaktiven Szenarioplanung wird ein digitaler Supply-Chain-Zwilling eingesetzt. Eine Sandbox-Umgebung, die Daten aus der realen Supply Chain verwendet, modelliert Ungewissheiten und die erwarteten Auswirkungen auf den Betrieb, woraufhin eine Planung erstellt werden kann.

Abb. 6: Die RELEX-Lösung bietet digitale Zwillinge – Sandbox-Umgebungen –, in denen man Ergebnisse anhand realer Daten testen und abwägen kann, um optimale Strategien und Entscheidungen zu ermitteln.

Fortschrittliche, KI-gestützte Diagnosefunktionen konzentrieren sich auf konkrete Ausnahmen statt auf Routineanpassungen und weisen auf Grundursachen hin, wenn ein Eingreifen erforderlich ist.

RELEX Diagnostics deckt die Ursachen von Planabweichungen auf und kennzeichnet Ausnahmen in Echtzeit. So läuft die Planung rundum reibungslos und können kontinuierlich Verbesserungen und Anpassungen an reale Bedingungen vorgenommen werden. Dazu gehört auch die Korrektur von Datenintegritätsproblemen, indem Anomalien erkannt und korrigiert werden, sowie die Nutzung von Wahrscheinlichkeitsmodellen zur Korrektur von Bestandsungenauigkeiten.

GenAI-gestützte Planungsunterstützung

Als entscheidender Schritt in Richtung Touchless Planning sind große Sprachmodelle (LLM) zu betrachten. KI-Systeme können Daten zusammenfassen und verdichten, um Entscheidungen schneller, einfacher und präziser zu treffen.

Bei RELEX haben wir Rebot entwickelt, ein System, das auf ein etabliertes Wissenszentrum aus branchen- und lösungsspezifischen Best Practices zurückgreift und kontextbezogene Erkenntnisse aus den Daten gewinnt. Dadurch, dass diese Informationen leicht zugänglich und verständlich sind, wird die Einarbeitung von Mitarbeitenden beschleunigt, werden die täglichen Abläufe vereinfacht und tun sich Möglichkeiten für kontinuierliches Lernen und Prozessverbesserungen auf.

Abb. 7: RELEX-Kunden setzen Rebot bereits täglich ein, um schnelle Antworten, hilfreiche Lösungshinweise und reibungslosere Abläufe zu erzielen.

Mit der Weiterentwicklung nutzen KI-gestützte Systeme Agentische KI, die unternehmensspezifische Empfehlungen ausspricht und Planende proaktiv dabei unterstützt, Marktunterbrechungen und -verlagerungen zu antizipieren und ihnen entgegenzuwirken. RELEX integriert diese agentischen Systeme bereits in die Supply-Chain-Planung: RELEX Diagnostics analysiert Daten und identifiziert die Ursachen von Supply-Chain-Problemen, die andernfalls unbemerkt blieben, und hilft, Aufgaben zu priorisieren und effektiver zu planen.

Die transformative Wirkung von Touchless Planning

Wir haben festgestellt, dass Hersteller in bestimmten Kategorien bis zu 98 % berührungslose Prognosen vornehmen können. Wenn KI fast alle Prognoseentscheidungen automatisch abwickelt, konzentrieren sich die Planungsfachkräfte nur auf den kleinen Prozentsatz von Ausnahmen, der wirklich ihr Fachwissen erfordert. Planungssysteme, die von Anfang an qualitativ hochwertige Pläne erstellen, verringern den Bedarf an manuellen Anpassungen drastisch.

Dieser Automatisierungsgrad senkt das Risiko menschlicher Fehler und sorgt für einheitlichere Planungsergebnisse, erhöht die Planungseffizienz erheblich und verbessert in der Regel die Prognosegenauigkeit.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Verringerung von Abfällen in der Produktion und im Lagerbestand. Stimmt ein Hersteller Angebot und Nachfrage genauer aufeinander ab, senkt er die Überproduktion, verringert die Überalterung der Bestände und reduziert Abschreibungen und Abfallentsorgung. Einige Lebensmittelhersteller berichten von einer Verringerung der Produktionsabfälle um bis zu 35 %.

Eine verbesserte Kapazitätsauslastung setzt Kapazitäten frei, die das Wachstum steigern – ganz ohne zusätzliche Investitionen. Ohne unnötige Abfälle und mit einer optimierten Produktionsplanung erkennen Hersteller häufig, dass sie mit den vorhandenen Anlagen deutlich mehr produzieren können.

Der strategische Wert von Touchless Planning

Die Betriebsskalierung ohne proportionale Erhöhung des Personalbestands ermöglicht ein rentables Wachstum. Unternehmen wie die Finsbury Food Group konnten den Umsatz verdoppeln, mussten ihr Planungsteam aber nur geringfügig aufstocken. Dies zeigt, dass Touchless Planning die traditionelle Korrelation zwischen Geschäftswachstum und Personalbedarf aufbricht.

Erfüllendere Planungsaufgaben, die sich auf hochwertige Tätigkeiten konzentrieren, verbessern die Bindung und Förderung von Fachkräften. Ohne monotone Datenmanipulationen und endlose Anpassungen können sich Planende jetzt auf strategische Entscheidungen, die Szenarioplanung und kontinuierliche Verbesserungsinitiativen konzentrieren.

Eine größere Widerstandsähigkeit gegenüber Marktschwankungen und -unterbrechungen ist ein Wettbewerbsvorteil in unsicheren Zeiten. Dank Touchless Planning lassen sich Prognosen schnell erstellen, neu optimieren und an veränderliche Bedingungen anpassen – ob bei Nachfragespitzen, Lieferunterbrechungen oder bei Änderungen der globalen Handelspolitik.

Eine bessere, funktionsübergreifende Abstimmung und Entscheidungsfindung entsteht, wenn alle Akteure auf nur einer Planungsplattform arbeiten. Entscheidungen werden koordinierter und effektiver, wenn Vertriebs-, Betriebs-, Finanz- und Supply-Chain-Teams die gleiche Sicht auf Nachfrage, Kapazität und Bestand erhalten.

Von der manuellen zur Touchless Planning – der Weg in die digitale Transformation

Der Weg zu Spitzenleistung durch Touchless Planning beginnt mit der ehrlichen Betrachtung der aktuellen Planungsreife und der Entscheidung für eine schrittweise Verbesserung. Ob Sie gerade erst mit dem Gedanken an Automatisierungsmöglichkeiten spielen oder eine bestehende Touchless-Planning-Initiative auf das nächste Level bringen wollen – die nächsten Schritte erfordern sowohl technologische Fähigkeiten als auch, sich organisatorisch gut aufzustellen.

Planungsreife erlangen

Die Beurteilung des aktuellen Planungsstandes bildet den Ausgangspunkt für jede Touchless-Planning-Initiative. Die Kenntnis des aktuellen Stands der Planungsprozesse, Systeme, der Datenqualität und der Teamfähigkeiten hilft Unternehmen, die sinnvollsten Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und einen realistischen Fahrplan zu entwickeln.

Ein schrittweiser Ansatz steuert den Wandel effektiv und schafft durch frühe Erfolge eine motivierende Dynamik. Die meisten erfolgreichen Implementierungen beginnen mit spezifischen Planungsbereichen, in denen Touchless-Planning-Ansätze einen schnellen Nutzen bringen, und werden dann schrittweise auf komplexere Bereiche ausgedehnt, sobald Fähigkeiten und Vertrauen gewachsen sind.

Die Erfolgsmessung anhand von operativen KPI und Geschäftsergebnissen stellt sicher, dass Touchless-Planning-Initiativen auf die Wertschöpfung ausgerichtet bleiben. Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören Prognosegenauigkeit, Produktivität der Planenden, Lagerbestands, Servicelevel und die Abfallreduzierung.

Vertrauen und Akzeptanz schaffen

Erklärbare KI (Explainable AI) schafft Vertrauen in die automatisierte Planung, denn sie gewährt Einblicke in komplexe Berechnungsannahmen und wichtige Leistungsindikatoren. Im Gegensatz zu „Black Box“-Algorithmen können Planende dank erklärbarer KI verstehen, warum bestimmte Empfehlungen ausgesprochen werden, und müssen immer weniger „aus dem Bauch heraus“ entscheiden.

Digitale Assistenten, die Planende anleiten, verbessern das Nutzererlebnis und beschleunigen die Lernkurve. Die Assistenten basieren auf generativer KI und können Fragen beantworten, Systemempfehlungen erläutern und Planende durch komplexe Aufgaben führen. Eine Führungskraft beschrieb es einmal so: „Sie haben Ihren digitalen Kollegen, der Sie auf Ihrem Weg begleitet.“

Änderungsmanagement und Schaffung einer guten Firmenkultur sind grundlegende Elemente von Touchless Planning. Eine rundum berührungslose Planung setzt voraus, dass unnötige Genehmigungsstufen beseitigt werden, insbesondere für wichtige Entscheidungen. Planende müssen die Eigeninitiative ergreifen können und Ihr Vertrauen genießen.

Der Wettbewerbsvorteil von Touchless Planning

Für Hersteller liegen die Vorteile klar auf der Hand: Touchless Planning ist unabdingbar, um in der heutigen komplexen, unbeständigen und schnelllebigen Geschäftswelt wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer als Unternehmen an manuellen, unzusammenhängenden Planungsansätzen festhält, ist gegenüber Wettbewerbern, die auf intelligente Automatisierung setzen, zunehmend im Nachteil.

In einer immer komplexeren Welt schafft Touchless Planning nicht nur Effizienz, sondern setzt auch Kapazitäten für Wachstum und Innovation frei. Werden Planende von Routineaufgaben befreit und führt der Hersteller genauere, adaptive Planungsprozesse ein, lässt es sich effektiver auf Herausforderungen und Chancen reagieren. In diesem Sinne ist Touchless Planning nicht nur ein Planungsansatz, sondern ein strategischer Vorteil, um als Hersteller in einem Umfeld zu punkten, in dem Agilität, Präzision und Skalierbarkeit gefragt sind.

Touchless Planning – Häufig gestellte Fragen

Was ist Touchless Planning?

Touchless Planning bezeichnet den Einsatz von KI, Automatisierung und fortschrittlicher Analytik, um routinemäßige Supply-Chain-Entscheidungen ohne manuellen Eingriff zu treffen. Systeme können dadurch automatisch Prognosen erstellen, Bestände disponieren und auf Nachfrageenderungen auf Basis von Echtzeitdaten reagieren. Das Ergebnis ist ein schnellerer, konsistenterer Planungsprozess, der die operative Effizienz verbessert.

Anstatt dass Planende täglich Daten prüfen und anpassen, übernehmen intelligente Systeme diese Arbeit. So lassen sich Planungskapazitäten skalieren und das Risiko menschlicher Fehler reduzieren. Planende können sich auf strategische Entscheidungen und die Bearbeitung von Ausnahmen konzentrieren, die menschliches Urteilsvermögen erfordern.

Wie unterscheidet sich Touchless Planning von herkömmlichen Planungsmethoden?

Herkömmliche Planung basiert in hohem Maße auf manuellen Analysen, regelbasierten Entscheidungen und periodischen Aktualisierungen. Sie ist oft reaktiv: Teams müssen Probleme erst erkennen, bevor sie handeln können. Touchless Planning hingegen überwacht Datenstrome kontinuierlich und nimmt Anpassungen automatisch vor – häufig noch bevor Probleme entstehen.

Bei der herkömmlichen Planung sind Teams mit sich wiederholenden Aufgaben wie der Aktualisierung von Prognosen oder der Anpassung von Dispositionsparametern belastet. Touchless Planning eliminiert einen Großteil dieser manuellen Arbeit und ermöglicht schnellere, agilere Reaktionen. Sie wandelt einen manuellen, zeitaufwändigen Prozess in eine proaktive, leistungsstarke Planungsfähigkeit um.

Was sind die wichtigsten Vorteile von Touchless Planning?

Touchless Planning steigert die Effizienz erheblich, indem sie sich wiederholende Aufgaben automatisiert und Entscheidungszyklen beschleunigt. Das führt zu schnelleren Reaktionen auf Nachfrageverschiebungen, weniger Bestandsabfällen und einer besseren Ausrichtung an Kundenbedürfnissen. Außerdem ermöglicht sie Unternehmen, konsistenter und in größerem Maßstab zu agieren.

Neben den operativen Vorteilen ermöglicht Touchless Planning Planenden, sich auf hochwertige Tätigkeiten wie Strategie und Ausnahmemanagement zu konzentrieren. Sie reduziert die kognitive Belastung durch manuelle Arbeitsabläufe, verbessert die Arbeitszufriedenheit und die Leistung. Letztendlich steigert sie die Rentabilität durch verbesserte Genauigkeit, Geschwindigkeit und Ressourcennutzung entlang der gesamten Supply Chain.

Beitrag von

Madhav Durbha

Gruppe Vice President, Verbrauchsgüter & Fertigung