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Wie RELEX italienischen Kunden durch die Coronakrise geholfen hat

Apr 15, 2020 3 min

RELEX‘ italienische Kunden waren unter den ersten, die die Auswirkungen der Coronapandemie zu spüren bekamen – und die es auch gleich am härtesten traf. Aus unseren italienischen Projekten haben wir wertvolle Erkenntnisse erlangt. Diese können Einzelhändlern in anderen Märkten helfen, die die Auswirkungen von COVID-19 mit zeitlicher Verzögerung gegenüber Italien erleben. Deshalb teilen wir hier unsere wichtigsten Erfahrungen und Ergebnisse:

Vor allen Dingen bestätigt das italienische RELEX-Team, dass es absolut machbar ist, komplexe Projekte „remote“, also mobil arbeitend, durchzuführen. Durch nahtlose Zusammenarbeit mit unseren Kunden konnten wir sogar die kniffeligsten Meetings erfolgreich abhalten – darunter Projekt-Kickoffs, bei denen wir neue Nutzer zum ersten Mal trafen und ihnen sehr viele neue Informationen vermittelten. Obwohl die Arbeit im Homeoffice für viele unserer Kunden neu ist, haben sich dadurch keinerlei Beeinträchtigungen ergeben.

Händler sollten deshalb nicht auf das zeitnahe Durchführen kritischer Projekte verzichten. Stattdessen sollten sie diese Situation als Möglichkeit nutzen, wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung zu unternehmen.

Händler sollten deshalb nicht auf das zeitnahe Durchführen kritischer Projekte verzichten. Stattdessen sollten sie diese Situation als Möglichkeit nutzen, wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung zu unternehmen. Dazu sollten sie sich mit Anbietern zusammentun, die ihnen helfen, die neuen Tools und Arbeitsabläufe als effektive Strategie zum Fortbestand ihres Geschäfts einzusetzen.

Wir haben auch gelernt, wie unser Planungssystem automatisch auf außergewöhnliche Nachfrageschwankungen reagiert. Einer unserer italienischen Kunden, ein großer Lebensmittelhändler, erlebte eine Verdopplung des Absatzes in den frühen Tagen der Pandemie. Ohne jegliches manuelle Eingreifen passte die Reaktionslogik des Systems die Absatzprognosen und Sicherheitsbestände automatisch an. Die Verfügbarkeit, die zu Beginn stark gesunken war, konnte dadurch innerhalb von zehn Tagen wiederhergestellt werden – und das, obwohl die Abverkäufe weiterhin hoch blieben. Eine Randnotiz: Die Software schaffte es zusätzlich, die Bestandsmengen über die gesamte Zeit der Hamsterkäufe auf einem geringeren Niveau zu halten, als dies vor der Einführung von RELEX der Fall war.

Einzelhändler sollten darauf vertrauen können, dass sich ihr Planungssystem diesen Nachfrageschwankungen schnell und automatisch anpasst. Das gilt insbesondere für die FMCG- und Lebensmittelbranche. Durch ein erfahrenes Planungsteam und Key-User, die das System dabei anleiten, kann die Reaktion sogar noch schneller sein.

Ebenso wie Lebensmittelhändler sind auch Apotheken stark von hohen Absatzvolumen betroffen, auch wenn diese nicht so hoch sind wie im Lebensmittel-sektor. Apotheken konnten bisher ihre Verfügbarkeit mit einem Rückgang von nur einem Prozent sicherstellen. Angesichts des dramatischen Anstiegs der Abverkäufe wird hier die besonders gute Performance des RELEX-Systems im Bereich Verfügbarkeit deutlich.

Eine weitere Herausforderung für Einzelhändler stellte das Managen der komplett unerwarteten Nachfragespitzen dar. Der gestiegene Absatz von Artikeln wie Handdesinfektionsmitteln und bestimmten Medikamenten konnte mit manuellen Eingriffen vorweggenommen werden. Keiner war jedoch auf den Hoax in den sozialen Medien vorbereitet, der behauptete, Vitamin C helfe gegen das Coronavirus. Die Reaktion des RELEX-Systems war sehr schnell, wurde aber leider durch begrenzte Verfügbarkeit bei Lieferanten neutralisiert.

Allgemein identifizierte RELEX unerwartete Nachfragesteigerungen, die nützlich sein können, um künftige Szenarien höherer Gewalt zu modellieren. Zum Beispiel waren in Finnland Premiumkonserven wie Rentier- und Elchfleisch unerwarteter Weise ausverkauft. In Retroperspektive scheint es offensichtlich, dass die Menschen nicht verderbliche Waren für besondere Anlässe ebenso wie alltägliche Lebensmittel hamstern. Das Planungsteam hatte dies jedoch nicht vorausgesehen, bis es vom System darüber informiert wurde.

Kurzum haben moderne Planungssysteme sich als fähig erwiesen, Einzelhändler bei der schnellen Reaktion auf Ausnahmesituationen wie die Coronakrise zu unterstützen. Die besten Resultate werden erzielt, wenn ein professionelles Planungsteam auf Basis der Inputs aus dem System agiert.

Nicht alle Händler können Ressourcen bereitstellen, um ihre Planungssoftware in Krisenzeiten wie dieser bestmöglich zu nutzen. Deshalb erweitert RELEX seinen Supportservice für Kunden mit dem Angebot des „Key-User oder Planer as a Service“ sowie der 24/7-Hypercare (24/7 Rundumbetreuung). Wenn Sie als RELEX-Kunde an diesem Service interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Account-Manager.

Autor

Jarno Martikainen

Country Director, Italy