Es beginnt wie fast jeder Morgen: Kaffee in der Hand, Dashboard offen, dazu der Versuch, die Zahlen aus der vorherigen Schicht zu deuten. In drei Filialen ist der Schwund gestiegen. Bei Obst und Gemüse ist die Verfügbarkeit am Regal eingebrochen. Die Arbeitsstunden klettern erneut nach oben. Die Zahlen selbst sind zwar eindeutig genug… Herauszufinden, woran es liegt, kostet aber den Rest des Tages.
Wer im Lebensmitteleinzelhandel für Disposition, Preisabschläge und filialeigene Produktion verantwortlich ist, kennt dieses Bild. Läuft es, läuft es, und niemand beschwert sich. Läuft es nicht, landet es in einem Report, und meist sind es dieselben Filialen. Die Ursachen sind zermürbend schwer zu greifen, und die verfügbaren Werkzeuge tragen nichts zur Klärung bei.

Frischekategorien machen 40–50 % des Umsatzes im Lebensmitteleinzelhandel aus und verursachen 65 % des gesamten Schwunds. Wer sie im Griff hat, sieht das in der Gewinn- und Verlustrechnung. Und in den dreißig Sekunden, in denen Kundinnen und Kunden vor dem Regal entscheiden, ob die Ware gut genug ist, um wiederzukommen.
Die vier Hebel in diesem Playbook zeigen Softwarelösungen für die Ursachen, die Kundschaft zur Konkurrenz treiben: unzuverlässige Bestandsdaten, reaktive Preisabschläge, Produktionsplanung nach Bauchgefühl. Und sie zeigen, wie jede gelöste Baustelle die nächste finanziert.
1. Genaue Bestellungen beginnen mit genauen Bestandsdaten
Die ausnahmebasierte Disposition ersetzt die zweistündige manuelle Zählung durch eine fokussierte Ausnahmeprüfung von fünf bis zehn Minuten, die nur die Artikel umfasst, für die tatsächlich eine Entscheidung nötig ist.
Das Problem: Manuelle Zählungen kosten Stunden und liefern trotzdem falsche Zahlen
Das Team verbringt enorm viel Zeit damit, kaum zählbare Bestände zu zählen, und schätzt bei losem Obst, Kräutern aus der Schütte und anderen Artikeln, die sich nicht scannen lassen. Alle wissen, dass diese Schätzungen teuren Verderb mitverursachen. Aber was bleibt ihnen anderes übrig?
Eine manuelle Zählung in einer typischen Obst- und Gemüseabteilung dauert zwei Stunden oder länger, und das in jeder Filiale, jedes Mal. Wirklich genau ist sie trotzdem nie. Die Ungenauigkeit setzt eine Kette in Gang: Eine schlechte Zählung führt zu einer schlechten Bestellung. Aus einer schlechten Bestellung wird Überbestand oder ein Fehlbestand. Aus Überbestand wird Schwund.
Es verstärkt sich mit der ZEit
Da leicht verderbliche Ware 65 % des gesamten Filialschwunds verursacht und die Nettomargen im Schnitt bei nur 1,7 % liegen, wirkt schon eine geringe Verbesserung im Frischebereich unmittelbar auf das Ergebnis.
Ist die Bestellmenge zu hoch, kommt Ware in die Filiale, die sich vor Ablauf der Haltbarkeit nicht verkauft. Sie wird abgeschrieben, gespendet oder entsorgt und erscheint als Schwund, nicht als Zählproblem. Ist die Bestellmenge zu niedrig, entsteht eine Regallücke, und der entgangene Umsatz taucht in den Daten überhaupt nicht auf.
Und morgen läuft die zweistündige Zählung wieder.
Der Hebel: Ausnahmebasierte Disposition, die nur das meldet, was wirklich Aufmerksamkeit braucht
Weg vom Zählen aller Artikel, hin zum Ausnahme-Management.
Dieser Hebel benötigt eine Planungslösung, die mehrere Datenquellen auswertet, darunter Abverkaufsdaten, Bestellhistorie und Anlieferpläne, und daraus ein belastbares Bild davon erstellt, was aktuell im Regal liegen dürfte. Eine vollständige manuelle Zählung wird dafür nicht mehr benötigt.
Richtig implementiert zeigt die Lösung nur die Artikel an, bei denen dieses Bild nicht stimmt: die Ausnahmen. An einem beliebigen Tag sind das rund 2–5 % des Sortiments. Das Team prüft also nur, was tatsächlich eine menschliche Entscheidung braucht. Die übrigen 95–98 % laufen automatisch, vollständig auf Basis von Systemempfehlungen.
Bei Loseware und Gewichtsartikeln, also dort, wo manuelles Zählen nie besonders zuverlässig war, lösen Funktionen wie KI-gestütztes SKU-Matching das Identifikationsproblem an der Wurzel. Die passende Planungslösung ordnet die physisch im Gang vorhandene Ware automatisch dem richtigen Datensatz zu, ohne dass jeder Artikel einen Strichcode benötigt. Die Lücke, die bisher durch Schätzungen gefüllt wurde, schließt sich, bevor die Bestellung ausgelöst wird.

Der Vorteil: RELEX Fresh Store Ordering
RELEX Fresh Store Ordering ist speziell für die Komplexität von Loseware- und Gewichtsartikel-Kategorien entwickelt. Die Plattform liefert präzise Tagesprognosen und KI-gestützte Empfehlungen und gibt Filialteams täglich vor, wie viel zu zählen, zu bestellen oder zu produzieren ist.
Fortschrittliche Algorithmen straffen die Disposition verderblicher Kategorien: Der Schwund sinkt, die Servicelevel steigen, die Regalverfügbarkeit verbessert sich. Die Lösung vereinheitlicht das Bestellwesen der gesamten Filiale und deckt die volle Bandbreite ab, von verpackter Ware mit Strichcode bis zur Bestellung von Loseware, Schüttware und Zutaten für Backwaren, Feinkost und Convenience-Produkte.
Rollenbasierte Analytik gibt jeder Nutzergruppe die passende Sicht: geführte Workflows für Filialmitarbeitende und Abteilungsverantwortliche, Dashboards für Filialleitung, Abteilungsleitung und Regionalleitung. Automatisierte Bestellprozesse senken den manuellen Aufwand und erhöhen die Zufriedenheit der Belegschaft.
Der Store Support AI Agent ist über die RELEX-Anwendungen auf Mobilgeräten verfügbar und liefert Filialteams sofort Erklärungen zu Bestellungen sowie Hilfe bei Störungen. Er führt Nutzende zur Lösung, ohne dass ein Anruf in der Zentrale oder im Regionalbüro nötig ist, und baut so mit der Zeit Kompetenz auf Filialebene auf.
Zentrale Funktionen
- Prüft nur die 2–5 % der Artikel, die eine menschliche Entscheidung brauchen, statt 30–50 % oder mehr
- Ordnet Loseware und Gewichtsartikel automatisch dem richtigen Datensatz zu, ohne Strichcode auf jedem Artikel
- Reduziert Abfall in zentralen Frischekategorien um 30–50 %
- Verbessert die Bestandsgenauigkeit um rund 30 % gegenüber ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning)
- Führt die Disposition kontinuierlich und automatisch aus, ohne manuelle Auslösung
- Gibt Filialteams über die RELEX Mobile App Echtzeit-Transparenz direkt auf der Fläche
- Löst Bestellausnahmen sofort über den Store Support AI Agent, ohne Anruf beim zentralen Support

2. Schwund senken durch intelligentere Preisabschläge
Holen Sie Marge zurück und senken Sie den Schwund mit proaktiven Preisabschlägen, die bis zu 48 Stunden vor Ablauf der Haltbarkeit greifen. Weil das System dabei lernt, wird das Ergebnis von Woche zu Woche besser.
Das Problem: Preisabschläge in letzter Minute zerstören die Marge, Rollwagen für Rollwagen
Donnerstag, 16 Uhr: ein Rollwagen voller Ware, die morgen abläuft, und keine gute Option, damit umzugehen. Alles wird um 50 % reduziert, in der Hoffnung, dass genug davon weggeht. Der Margenverlust ist erheblich, die Verschwendung ebenso. Und nächste Woche werden dieselben Artikel in derselben Menge bestellt, sodass dieselbe Entscheidung erneut fällig wird.
Der typische Prozess für Preisabschläge folgt im Lebensmitteleinzelhandel fast überall demselben Muster: Ein Artikel nähert sich dem Ende seiner Haltbarkeit, also wird pauschal 50 % Rabatt gegeben. Ein Teil der Ware verkauft sich, ein Teil nicht, der Rest landet im Müll.
Der Margenverlust ist erheblich, die Verschwendung ebenso. Trotzdem verbessert sich nichts, denn die Entscheidung fiel zu spät, um noch etwas zu bewirken, und die Daten fließen nie in die Bestellungen des nächsten Tages oder der nächsten Woche zurück.
Pauschale Einheitsabschläge am letzten Tag zerstören Marge und erzeugen Schwund. Ware, die zwei Tage früher mit 20 % Rabatt abgeflossen wäre, wird mit weniger als einem Tag Restlaufzeit um 50 % reduziert. Das Ergebnis: maximaler Abschlag, minimaler Rückfluss.
Das Problem betrifft jede Abteilung der Filiale, nicht nur die Frische. Im Frischebereich steht wegen der kurzen Haltbarkeit am meisten auf dem Spiel, doch dieselbe Logik gilt für das Trockensortiment. Eine eingedellte Müslipackung, rezeptfreie Schmerzmittel kurz vor Ablauf und ein Glas Babynahrung profitieren gleichermaßen von einem proaktiven Vorgehen.
Wie sich das verstärkt
Entscheidungen über Preisabschläge fallen isoliert, ohne Rückbindung an die Bestellungen der Folgewoche. Die Überversorgung, die den Abschlag ausgelöst hat, wiederholt sich. Dieselben Artikel werden erneut reduziert, dieselbe Marge geht erneut verloren.
Der Hebel: 48 Stunden Vorausschau und früher greifende Preisabschläge

Teams sollten ihr Planungssystem nutzen, um Absatzprognose, aktuellen Regalbestand, offene Bestellungen und Haltbarkeitsdaten vorauszuschauen und Preisabschläge dann zu empfehlen, wenn noch Zeit bleibt, Marge zu sichern.
Gefragt sind intelligente Abschläge, keine pauschalen Rabatte. Dafür braucht es Planungssoftware, die Preisabschläge dynamisch empfiehlt: Der Händler sichert seinen Gewinn, und die Kundschaft erhält einen Kaufanreiz, solange noch genug Zeit zum Verbrauch bleibt. Wer die Lachspackung zwei Tage vor dem Verbrauchsdatum mit 20 % Rabatt mitnimmt, ist besser bedient als jemand, der sie am letzten Tag mit 50 % findet. Und der Händler hat am selben Produkt mehr Marge verdient.
Diese Logik gilt einheitlich für alle Kategorien der Filiale, über das gesamte Sortiment hinweg. Im Frischebereich ist sie am dringlichsten, weil die Haltbarkeit in Tagen bemessen wird, nicht in Wochen oder Monaten. Der 48-Stunden-Ansatz funktioniert aber genauso für Langsamdreher im Trockensortiment, für Drogerieartikel kurz vor Ablauf und für jede Kategorie, in der ein Mindesthaltbarkeitsdatum den Rückfluss real begrenzt.
Bemerkenswert dabei: Proaktive Preisabschläge nützen beiden Seiten. Ein Rabatt 48 Stunden vor Ablauf gibt der Kundschaft Zeit, das Produkt zu verbrauchen, statt es erst am Ende der Haltbarkeit zu entdecken, wenn diese Zeit fehlt. Händler, die intelligent reduzieren, schaffen Mehrwert im richtigen Moment und bauen Loyalität auf, weil die Kundschaft weiß, dass sie sich auf echte Angebote verlassen kann.
Der Vorteil: RELEX Markdowns, der Kreis, den kein Wettbewerber schließt
RELEX verbindet Abschlagsentscheidungen mit dem Bestellsystem: Was in einer Woche reduziert werden musste, beeinflusst die Bestellung der nächsten. Das System lernt aus der Überversorgung, die den Abschlag verursacht hat, und passt künftige Bestellungen an, um die Ursache zu verringern. Mit der Zeit reduziert dieser Hebel seinen eigenen Aufwand.
Die RELEX-Lösung für Saisonplanung macht Preisabschläge und Abverkäufe im großen Maßstab steuerbar: die richtigen Produkte, zum richtigen Zeitpunkt, zum richtigen Preis. Die Haltbarkeitsdaten des vorhandenen Bestands werden automatisch berücksichtigt. So erkennt das System Ware kurz vor Ablauf proaktiv und löst die passende Empfehlung für einen Preisabschlag oder einen forcierten Abverkauf aus.
Diese Verbindung zwischen Abschlagsausführung und Disposition unterscheidet ein System, das Symptome verwaltet, von einem, das Ursachen behebt.
Zentrale Funktionen
- Schaut 48 Stunden voraus auf Absatzprognose, Bestand, offene Bestellungen und Haltbarkeitsdaten und empfiehlt Preisabschläge, solange sich Marge noch sichern lässt
- Empfiehlt Preisabschläge dynamisch statt als pauschalen Einmalrabatt
- Führt jede Abschlagsentscheidung ins Bestellmodell zurück, verbessert künftige Bestellungen und schließt damit den Kreis
- Wendet dieselbe Logik auf alle Kategorien der Filiale an, nicht nur auf die Frischeabteilungen
- Erkennt Bestände kurz vor Ablauf automatisch und löst proaktive Empfehlungen für forcierten Abverkauf aus

3. Produzieren, was die Kundschaft tatsächlich kauft
Bedarfsgesteuerte Produktionspläne, je Filiale erstellt und an tatsächliche Restriktionen angepasst, ersetzen Intuition und Gewohnheit, nach denen viele Backshops und Feinkosttheken arbeiten.
Das Problem: Produktionsplanung läuft aus dem Gedächtnis, nicht aus den Daten
Der Backplan basiert auf den Zahlen vom letzten Samstag. Dass der Ofen nur mit halber Leistung läuft, hat niemand berücksichtigt, und dass ein Feiertagswochenende ansteht, auch nicht. Am späten Morgen sind die Bleche leer, und es gibt nichts mehr nachzulegen. Weiter vorgelagert ist für die kommende Woche dieselbe Menge eingeplant.
Die Produktionsplanung in Backshop und Feinkost läuft oft aus dem Gedächtnis. „Letzten Samstag habe ich X Bagels gebacken, also backe ich diesen Samstag wieder X.“ Nach diesem Denkmodell arbeiten viele Abteilungsverantwortliche, und meistens reicht es gerade so. „Gerade so“ bedeutet allerdings dauerhafte Überproduktion an schwachen Tagen und dauerhafte Unterproduktion, wenn die Nachfrage anzieht.
Verstärkt wird das Problem dadurch, dass Produktionsentscheidungen Stunden vor dem Verkaufszeitraum fallen müssen, für den sie gedacht sind. Das Auftauen für die Morgencharge beginnt am Vortag. Zutaten müssen vor Öffnung der Filiale bereitstehen. Brot muss früh genug im Ofen sein, um die Morgenspitze zu bedienen, und die Schoko-Cookies müssen zur Nachmittagsspitze fertig sein.
Ist der Plan falsch, merken Sie es erst, wenn die Kundschaft schon im Laden steht, und eine schnelle Lösung gibt es nicht. Sie improvisieren, oder der Umsatz ist weg.
Wie sich das verstärkt
Überproduktion verschwendet Zutaten und Arbeitszeit. Unterproduktion verschwendet Umsatz und untergräbt das Vertrauen, denn wer frische Ware erwartet hat, findet leere Bleche. Keines der beiden Ergebnisse steht als eigene Zeile in der Gewinn- und Verlustrechnung, aber beide zeigen sich mit der Zeit in Marge und Kundenfrequenz.
Kommen Restriktionen bei der Ausstattung hinzu, verschärft sich die Lage. Ein Ofen mit reduzierter Leistung, eine fehlende Arbeitskraft in der Produktionsschicht oder eine verspätete Lieferung können den Plan durcheinanderbringen. Die meisten Filialen steuern das nach Gefühl, weshalb die Ergebnisse je nach Person, Tag und Standort schwanken.
Der Hebel: Bedarfsgesteuerte Pläne, die Ausstattung, Personal und Intraday-Zeitpunkte berücksichtigen
Ersetzen Sie das Denkmodell durch einen echten bedarfsgesteuerten Produktionsplan. Dafür braucht es ein Planungssystem, das tatsächliche Absatzprognosen, Intraday-Nachfragemuster nach Tageszeit, verfügbare Zutaten und Fertigwarenbestände sowie reale Restriktionen bei Ausstattung und Personal einbezieht. Auf dieser Datenbasis entsteht der Produktionsplan, nicht nur auf den Zahlen der Vorwoche.
Diese Pläne sollten je Filiale entstehen, nicht als kettenweite Vorlage ausgerollt werden. Eine Filiale mit einem Ofen bei reduzierter Leistung braucht einen anderen Plan als eine Filiale mit voller Kapazität. Eine Filiale mit kleinerem Feinkostteam am Dienstagmorgen braucht eine andere Vorgabe als dieselbe Filiale am Samstag. Am Ende muss der Plan die Filiale abbilden, für die er erstellt wurde.

Mit diesem Hebel deckt ein einziger Plan mehrere Produktionsfenster ab: Morgencharge, Nachmittagscharge, Auftauzyklen und Zutatenvorbereitung, alles am Vortag geplant. Die Backshop-Verantwortlichen planen dann nicht mehr nur, was heute produziert wird. Das System führt sie durch die vollständige Schrittfolge, in der richtigen Reihenfolge und mit den richtigen Mengen, ausgerichtet an dem, was die Kundschaft tatsächlich kauft.
Die Intraday-Prognose sollte nicht nur Fertigwaren, sondern auch Zutaten umfassen. Stücklisten und Intraday-Nachfragesignale sollten die Disposition der Zutaten parallel zur Produktionsplanung steuern. So deckt das System beide Seiten ab: was produziert wird und was dafür vorrätig sein muss.
Der Vorteil: RELEX In-Store Production Planning
RELEX In-Store Production Planning erzeugt dynamische Pläne je Filiale, die sich automatisch an reale Restriktionen anpassen. Fällt ein Ofen aus oder ändert sich der Plan, entfallen die manuelle Neuberechnung, die Korrektur nach Bauchgefühl und das hektische Umplanen. Das System kennt die verfügbaren Ressourcen und plant darum herum.
Pläne je Filiale bedeuten, dass die lokale Nachfrage tatsächlich in der Produktion ankommt und nicht von einer allgemeinen Vorlage für ein anderes Filialprofil überschrieben wird. Diese Passgenauigkeit senkt den Abfall aus Überproduktion und reduziert die hektischen Korrekturen, wenn Ausstoß und Nachfrage nicht zusammenpassen.
RELEX liefert präzise Tagesprognosen und KI-gestützte Handelsempfehlungen für Frische- und Ultrafrische-Kategorien. Filialteams erhalten Produktionspläne, die die tatsächliche Nachfrage, die tatsächlichen Restriktionen und die tatsächlichen Bedingungen der Filiale abbilden, samt Handlungsanleitung.
Zentrale Funktionen
- Erstellt dynamische Produktionspläne je Filiale auf Basis echter Absatzprognosen statt der Zahlen der Vorwoche
- Passt sich automatisch an, wenn sich Ausstattung oder Personaleinsatz im Tagesverlauf ändern
- Deckt Morgen- und Nachmittagschargen mit Intraday-Zeitsegmentierung ab
- Prognostiziert den Zutatenbedarf und steuert die Disposition über Stücklisten
- Plant Auftauzyklen mit Vorlauf für Backwarenkategorien
- Unterstützt die Produktionsplanung für Fleisch, Fisch, Backwaren, Feinkost und Convenience-Produkte mit KI-gestützten Empfehlungen

4. Ein Schritt nach dem anderen mit belegbarem Nutzen
Eine Transformation im Frischebereich muss kein Sprung ins Ungewisse sein. Jeder Hebel belegt seinen Nutzen, bevor der nächste startet. So entsteht eine selbstfinanzierende Abfolge, die Kapitalbindung und Risiko in jeder Phase senkt.
Das Problem: Transformation wirkt wie eine große Vorabverpflichtung
Das Programm „Fresh Start“ ist im Januar gestartet. Im Juni ist die Hälfte der Filialen live, die andere Hälfte wartet auf eine IT-Abhängigkeit, die im Scoping niemand benannt hatte. Der für Q2 versprochene ROI steht jetzt vorläufig in Q4, vielleicht. Es fühlt sich langsam wie jedes andere große Technologieprojekt des Unternehmens an.
Eine Frische-Transformation über mehrere Hebel wirkt schnell wie eine erhebliche Verpflichtung, bevor das erste Ergebnis vorliegt. Budgetzyklen, IT-Ressourcen und Change Management über Dutzende oder Hunderte Filialen sind wahre Hürden für Händler, die erlebt haben, wie lange große Technologieprogramme bis zur Rendite brauchen.
Denken Sie an eine ERP-Einführung. Bis ein großes Unternehmenssystem Nutzen bringt, können drei bis vier Jahre vergehen. Das Kapital ist von Anfang an gebunden, die Rendite verschiebt sich nach hinten. Und wenn etwas schiefgeht, gibt es keinen einfachen Ausweg.
Der Hebel: Zuerst pilotieren, den Nutzen belegen – und mit den Einsparungen den nächsten Schritt finanzieren
Setzen Sie auf ein Pilotmodell, das den Nutzen schneller bringt.
Pilotieren Sie zunächst einen Hebel über acht Wochen in fünf bis zehn Filialen. Schwundreduktion, Personalkostenersparnis und eine bessere Verfügbarkeit am Regal sind in diesem Zeitfenster messbar. Die Ergebnisse eines kleinen Pilotprojekts sind repräsentativ für die Skalierung auf die gesamte Kette und liefern Ihnen die Zahlen für den Business Case des nächsten Hebels, noch vor der Entscheidung dafür.
Finanzieren Sie mit diesen Einsparungen den nächsten Hebel. Jeder Schritt ist so ausgelegt, dass er sich selbst trägt. Der ROI aus Fresh Store Ordering bezahlt beispielsweise Markdowns. Die über Markdowns zurückgeholte Marge finanziert In-Store Production. Ohne eine einzige große Kapitalbindung finanziert sich die Transformation im Zuge der Skalierung selbst.
Die empfohlene Reihenfolge:
- Fresh Store Ordering: unmittelbare Personalkostenersparnis und höhere Bestandsgenauigkeit, sichtbar bereits im Pilotzeitraum.
- Markdowns: läuft häufig parallel zur Disposition, sobald die Bestandsdaten belastbar sind.
- In-Store Production: sobald sich Muster in Disposition und Preisabschlägen etabliert haben.
Diese Reihenfolge ist eine Empfehlung, keine Vorschrift. Manche Händler beginnen mit Preisabschlägen, weil dort die Marge wegbricht. Andere starten mit der filialeigenen Produktion, weil die Frischezubereitung zum Wettbewerbsfeld geworden ist. Mit RELEX starten Sie dort, wo Ihr Druck am größten ist. Das ist eine andere Antwort als die eines allgemeinen Frameworks.

Für bestehende RELEX-Kunden, die Frischefunktionen für die Filiale ergänzen, verkürzt sich der Zeitplan zusätzlich. Ein großer Teil der Datenintegration ist bereits erledigt. Ein Pilotprojekt kann schneller starten, und die Anlaufphase bis zu belastbaren Ergebnissen fällt kürzer aus.
Der Vorteil: Eine Plattform, auf der jeder neue Hebel schneller startet als der vorige
Weil alles auf einer verbundenen Plattform läuft, startet jeder neue Hebel schneller als der vorige. Es gibt keine erneute Implementierung, keinen zusätzlichen Anbieter zum Onboarding und kein neues Datenintegrationsprojekt. Die Investition in das Fundament verzinst sich mit jedem Schritt.
Ein Händler mit 50 Filialen skaliert innerhalb weniger Monate vom Pilotprojekt auf die gesamte Kette. Ein Händler mit 2.000 Filialen, der Region für Region ausrollt, erreicht die vollständige Einführung einer Lösung realistisch in etwa einem Jahr.
Auch die KI-Modelle werden mit der Zeit besser. Mehr Daten, mehr Historie und mehr erkannte Muster verbessern die Machine-Learning-Modelle fortlaufend. Jeder Leistungssprung wird zum Ausgangspunkt der nächsten Verbesserung. Die S-Kurve der Transformation wiederholt sich: Mit jeder Implementierung steigt die Kurve steil an, und der nächste Hebel beginnt seine eigene Verbesserungskurve auf diesem höheren Niveau.

Wenn die Daten zusammenlaufen, folgt die Marge

Jedes Problem isoliert zu behandeln erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, dass es bestehen bleibt und sich weiterentwickelt. Die alltäglichen Belastungen sind bekannt: Personalkosten, Lebensmittelverschwendung, ungenaue Bestellungen.
Unsicherheit auf den vorgelagerten Beschaffungsmärkten, geopolitische Verschiebungen sowie Marktvolatilität und Einfuhrzölle haben die Kosten für Frischware in den vergangenen Jahren bereits verändert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese scheinbar isolierten Probleme deutlich schwerer zu lösen sind, gerade weil die Ursachen nicht offensichtlich sein müssen.
RELEX stellt eine einheitliche Plattform bereit, die alle Aspekte Ihrer Frischeabläufe in der Filiale überblickt. Jeder Hebel greift in denselben Kreislauf, jede Ursache wird sichtbar, und jede Filiale erhält einen Plan, der auf ihre Nachfrage, ihre Restriktionen und ihre Bedingungen zugeschnitten ist.
Ihre vier Hebel zum Mitnehmen:
- Ersetzen Sie manuelle Zählungen durch ausnahmebasierte Disposition, die nur meldet, was eine Entscheidung braucht
- Holen Sie Marge zurück mit proaktiven Preisabschlägen, bevor es zu spät ist, um noch etwas zu bewirken
- Bauen Sie Produktionspläne auf echten Nachfragedaten auf, nicht auf den Zahlen der Vorwoche
- Pilotieren Sie einen Hebel, belegen Sie den Nutzen und finanzieren Sie den nächsten aus den erzielten Einsparungen
Ihre Kundschaft kauft schon heute überlegter ein, und die Frische ist ihre erste Anlaufstelle. Ein gut geführter Filialbetrieb zeigt sich in Ihren Ergebnissen. Und wer bekommt, weswegen er gekommen ist, kommt wieder. Nicht nur wegen der Ware, sondern wegen des Erlebnisses einer Filiale, die es richtig macht.
Nichts davon ist neu. Die Probleme in diesem Playbook begleiten Sie seit Jahren. Der nächste Schritt ist ein Gespräch, in dem RELEX Ihnen genau zeigt, wo wir die größte Wirkung erzielen.


